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Peter Heinrich Brix: Der „Neue“ bei Nord Nord Mord

Peter Heinrich Brix-Simone Steinhardt-Sylt-Nord Nord Mord-freie Journalistin Sylt

Das ZDF dreht gerade eine weitere Folge der Erfolgsreihe „Nord Nord Mord“ in Hamburg und auf Sylt. Neu an Bord: Peter Heinrich Brix als Hauptkommissar Carl Sievers. Der Nachfolger von Theo Clüver (Robert Atzorn) hat die Drehtage auf Sylt fast schon absolviert. Ich habe mich mit Peter Heinrich Brix  (u.a. „Neues aus Büttenwarder“, „Großstadtrevier“) in Kampen auf einen Schnack getroffen: Ein sehr sympathischer und interessanter Gesprächspartner! Der staatlich geprüfte Landwirt über Erfolg im Beruf, Glück im Leben und warum die Schauspielerei gefährlich sein kann.

Herr Brix, Sie treten in große Fußstapfen – wie gehen Sie es an?

Die Erbschaft ist groß. „Nord Nord Mord“ ist eines der erfolgreichsten Formate. Das muss man vergessen können. Man geht schon mit Respekt an die Sache, aber positiv. Einer kommt, einer geht – so ist das im Leben. Und im Film (lächelt).

Im Film geht Theo Clüver in Rente und Carl Sievers wird von Kiel nach Sylt geschickt – wie ist Ihre Rolle angelegt?

Carl Sievers ist ein ganz anderer Typ als Theo Clüver. Sylt ist ihm suspekt. Auf der Insel muss er sich erst zurecht finden. Die Figur ist sehr schön gezeichnet, passt gut ins Gesamtkonzept. Ich bin guter Dinge, dass ich die Rolle mit meinen beiden Kollegen schön entwickeln kann.

Apropos Kollegen: Das erste Zusammentreffen mit Ihren neuen Mitarbeitern Ina Behrendsen (Julia Brendler) und Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) ist etwas frostig – wie wurde Peter Heinrich Brix in das Team aufgenommen?

(Lächelt) Ich habe nicht das Gefühl, dass ich hier neu bin. Obwohl ich viele vorher nicht kannte. Mit Oli habe ich aber schon oft gedreht. Die Arbeitsatmosphäre  ist sehr angenehm, die Produktion unglaublich professionell. Es war ein smoother Einstieg. „Nord Nord Mord“ ist ein Bonschi  (lächelt).

Carl Sievers ist Sylt suspekt – wie sehen Sie die Insel?

Ich war vor 40 Jahren schon mal hier. Als Fußballspieler in der Bezirksliga der TSG Scheersberg. In Tinnum spielten wir damals. Sylt hat mich fasziniert, es ist ja eine unglaublich schöne Insel. Jetzt bin ich das erste Mal nach elf Jahren wieder hier. Als Drehort gibt es nichts Schöneres. Bei der  Bebauung müssen die Sylter aber aufpassen. Da herrscht so eine Goldgräberstimmung…

Haben Sie schon ein Lieblingsrestaurant gefunden?

Nein, ich hatte bisher noch nicht viel Zeit, die Insel zu erkunden. Die Drehtage sind lang. Da macht man abends nicht mehr viel, außer sich für den nächsten Tag vorzubereiten. Dann ist Daddeldu.

Ihr Kollege Oliver Wnuk ist Ihnen da etwas voraus – er hat sich bereits in die Insel verliebt.

(Lacht) Das könnte mir durchaus auch passieren, wenn ich die Insel besser kennenlerne! Am Wochenende habe ich ja etwas Freizeit. Dann bin ich gerne mit dem Rad unterwegs, allein, als Ausgleich zu meinem austauschstarken Job.

 Sie standen auf  einem Feuerwehrfest erstmalig auf der Bühne, spielten dann sechs Jahre Theater an der Niederdeutschen Bühne. Was hat Sie so gepackt, dass Sie hauptberuflich Schauspieler werden wollten?

Schon nach meinem ersten Auftritt war ich mit dem Schauspielvirus infiziert. Nach sechs Jahren Theater musste ich mich entscheiden: Soll ich aufhören Landwirt zu sein? Oder aufhören zu spielen? Der Gedanke daran hat mich traurig gemacht. Da war einfach diese Freude am Spielen. Das ist der Ursprung von allem, die Keimzelle. Somit war die Entscheidung klar.

Wie hat Ihr Umfeld darauf reagiert?

Wie das oft so ist: Erst sagen sie, Du bist bekloppt. Die Skepsis war ja nicht unbegründet. Aber wenn es dann funktioniert, haben es alle gewusst (grinst).

Was ist aus Ihrem Bauernhof geworden?

Ich habe die Verantwortung für den Hof 1989 an einen Landwirtschaftsmeister übergeben. Er ist nach wie vor ein Familienbetrieb, darüber bin ich glücklich.

War es schwieriger für Sie ohne klassische Schauspielausbildung?

Ich musste mir natürlich das Handwerk aneignen. Da kuckt man sich auch viel von Kollegen ab. Alles andere ist Beharrlichkeit, Besessenheit, Kontinuität, Disziplin. Aber auch Glück. Außerdem habe ich als gelernter Landwirt tiefe Wurzeln. Das hilft. Man muss auf sich aufpassen in dem Job.

Wie meinen Sie das?

Man ist seine eigene Marke, permanent auf sich fixiert. Als Schauspieler wühlst Du ständig in der eigenen Seele. Wenn ich drehe, bin ich in meiner eigenen Welt. Die Schauspielerei besteht aus einer Summe von Abmachungen. Es macht Spaß, bedeutet aber auch jede Menge Disziplin. Entscheidend ist, was auf dem Platz ist, heißt es so schön im Fußball. Da braucht es im Umfeld verständnisvolle Menschen, die Willens und in der Lage sind, das mit zu tragen. Allein schafft man das nicht. Mit meiner Frau habe ich da großes Glück.

Glück – bzw. Erfolg – hatten Sie auch als Bauer „Adsche“ in „Neues aus Büttenwarder“. Das war sicher ein Heimspiel als gelernter Bauer?

(Lächelt). Naja, Jan Fedder spielt den Bauern Kurt Brakelmann auch sehr überzeugend, obwohl er auf dem Kiez aufgewachsen ist.

Sie waren gerade als fieser Reiseveranstalter Herr Schindelmeister in „Jürgen – heute wird gelebt“ zu sehen, sind Kommissar Geiger in „Pfarrer Braun“ und spielen jetzt erneut eine Hauptrolle – es läuft bei Ihnen, oder?

Ja, das ist alles sehr schön breit angelegt momentan. Ich durfte immer viel spielen, das ist auch heute noch so. Da habe ich wirklich Glück gehabt. Das ist es natürlich nicht allein. Doch ohne Glück würde ich hier heute nicht sitzen – auch wenn es pathetisch klingt.

Die Dreharbeiten dauern noch bis Mitte November. Ein Sendetermin steht noch nicht fest – wann es losgeht, erfahrt ihr natürlich hier!

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