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Sylt: „Onkel Johnny’s“ folgt auf Wonnemeyer

Onkel Johnnys-Wenningstedt-Simone Steinhardt-Syltblog-Syltblogger-Sylt

„Leinen los!“, hieß es heute Punkt 12 Uhr im „Onkel Johnny’s“ am Strand von Wenningstedt. Die Brüder Oli und Andreas „Desche“ Behrens sind die Neuen im Strandkiosk am ehemaligen Standort von „Wonnemeyer“.

Was Onkel Johnny wohl bei diesem eisigen Ostwind heute zum Stapellauf getrunken hätte? Ich vermute mal, einen schönen, heißen Grog. Für mich gab’s heute erst mal einen Glühwein – auch Tee war ziemlich beliebt bei den Gästen der ersten Stunde in „Onkel Johnny’s Strandwirtschaft“, dem neuen Strandkiosk von Oli und Desche Behrens. Die gebürtigen Sylter überzeugten den Tourismus Service Wenningstedt-Braderup GmbH & Co. KG (TSWB) im Bewerbungsverfahren mit ihrem Konzept für die  Strandversorgung am Wenningstedter FKK-Strand – zunächst befristet bis zum 31. Oktober. „Wir werden uns auch um den langfristigen Pachtvertrag  bewerben“, sagen die Brüder. Ein entsprechendes Bewerbungsverfahren ist beim TSWB in Arbeit.

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Oli (vorne) und Desche Behrens sind die Köpfe des „Onkel Johnny’s“.

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Ganz schön eisiger Ostwind heute…Das schreckte die ersten Gäste aber nicht ab.

Strand Wenningstedt-Simone Steinhardt-Syltblog

Gegen die Kälte half ein schöner Glühwein.

Mit dem Strandkiosk haben sich Oli und Desche einen Traum erfüllt. Das Strand-Gen ist fest in der DNA der Sylter verankert: Das liegt bestimmt auch daran, dass die beiden früher fleissig in der legendären „Buhne 16“ ihrer Cousins ausgeholfen haben. Zusammen wollen Oli und Desche das „Onkel Johnny’s“ zu meinem Ort machen, den „es so auf Sylt und darüber hinaus noch nicht gibt“, sagen die beiden. Aber wer war Onkel Johnny eigentlich?

Simone Steinhardt-Sylt-Syltblog-Autorin Sylt-Onkel Johnny's

Nee, das war nicht Onkel Johnny – aber sieht schon mal nach Strandpirat aus!

„Der Bruder unserer Großmutter hat 40 Jahre lang die Weltmeere bereist, 25 davon als Kapitän. Wenn wir ihn besuchten, hockte ein sprechender Papagei auf seiner Schulter und er rauchte Zigarre“, erinnert sich Oli. Johnny Andresen saß gerne mit seinen sieben Schwestern zusammen: Dann trank die Andresen-Gang ein Likörchen und gab friesische Lieder zum Besten. „Das war uns früher als Kinder manchmal peinlich“, schmunzelt Oli. Doch der Großonkel prägte die Brüder. So sehr, dass sie ihren Strandkiosk nach dem inzwischen verstorbenen Kapitän benannten.

Behrens Sylt-Simone Steinhardt-freie Journalistin-Syltbloggerin

Das war der „echte“ Onkel Johnny – Johnny Andresen! Foto:@Privat/Familie Behrens

Im Tagesgeschäft werden die Behrens-Brüder künftig von Wibke Speth unterstützt, die zehn Jahre Stranderfahrung aus dem ehemaligen „La Grande Plage“ mitbringt. „Sie wird unsere 1. Offizierin an Bord sein“, verkündet Oli. An Bord hatten die Onkel Johnny’s heute übrigens erst mal nur Proviant in flüssiger Form.

Simone Steinhardt-Syltblog-Wenningstedt-Strand Sylt

Gegen Durst und für Genuss: die Getränkekarte im Onkel Johnny’s.

Simone Steinhardt-Journalistin Sylt-Sylter Rundschau-Wenningstedt-TSWB

Happy Guests: Henning Sieverts vom TSWB sowie meine lieben Kollegen Ralf Henningsen und Pierre Boom von der Sylter Rundschau (v.l.n.r.)

Für hungrige Strandpiraten wird in der Anfangszeit noch improvisiert:Es gibt Pommes, Burger, Currywurst, Chili con Carne, Kuchen. „Ab dem 1. Mai soll Onkel Johnny dann auf große Fahrt gehen“, sagt Oli. Dann sind auch gesunde Snacks wie „Friesenstullen“ mit Avocado am Start, Tapas und frischer Fisch, annonciert als „Onkel Johnny’s Käptn’s-Dinner“.  Kids dürfen sich auf Fußballturniere vor der Weltmeisterschaft freuen und  „Onkel Johnny“, der ihnen Abenteuer von der Seefahrt erzählt. Auch Sport- und Spieleabende sowie zur Location passende musikalische Acts soll es geben. „Eine Party-Location wird das hier aber nicht“, sagt Desche.  Dennoch dürfte es viele Urlauber und Insulaner freuen, dass die Brüder die früher von „Bambus-Klaus“ bekannten und beliebten Vollmond-Partys wieder beleben wollen. „Der Ort hier bietet so viel. Wir wollen, dass unsere Gäste das alles genauso genießen wie wir“, verkündet Desche abschließend. Onkel Johnny hätte sicher seine Freude an dem neuen Strandkiosk gehabt! Übrigens: Ihre beiden Restaurants in Keitum, das „Amici“ und die „Butcherei“, führen Oli und Desche natürlich weiter.

Simone Steinhardt-Autorin Sylt-Strand Sylt-Syltblog

Der Weg durch die Dünen hat wieder einen Sinn: das Onkel Johnny’s ist am Start!

Der kürzeste Weg führt übrigens vom Wenningstedter Campingplatz aus über den Dünensteg direkt zum Strandkiosk.

Öffnungszeiten: Momentan von 12 bis 18 Uhr, in den Sommermonaten bis Sonnenuntergang.

Text und Fotos (bis auf Johnny Andresen): @Simone Steinhardt. Veröffentlichung nur mit Zustimmung der Autorin.

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Also ich trau mich mal…
    War das 10. Mal auf Sylt und fast immer am Hundestrand in Wenningstedt – weil der schön ist und es Wonnemeyer gab ( Lieblingsplatz ! ). Jetzt gibt es diese halbe Tränkstation mit oben 3 oder 4 wackeligen Plastiktischen und einer Sitzebene unten (gleich hinter den Abfallcontainern). Überall Werbebanner mit diesem „Johnny“ und alberne Sprüche, die dem Gast gute Laune zum Verzehr machen sollen. Habe eine überschaubare Portion Pommes bestellt mit einem Klecks Mayo ( 40 cent ! ) und einem Klecks Ketchup ( auch 40 cent ! ) – was ich ziemlich überteuert finde, denn wer isst schon Pommes pur ? Jedenfalls -meine Meinung – ohne Atmosphäre und schade für den eigentlich einmalig schönen Platz. Zum Glück nur eine Zwischenlösung !? Hoffentlich kann ein neuer Pächter diese Perle zu neuem Leben erwecken, wie es Wonnemeyer viele Jahre lang getan hat.

    • Simone Steinhardt sagt

      ….Liebe Anja Herhelmann, fehlt jetzt ein Teil deines Textes oder traust Du dich doch nicht..? Hier hat übrigens keiner was zu befürchten, der sich an die allgemeinen Gepflogenheiten einer respektvollen Netikette hält:-)
      Schöne Grüße
      Simone

      • Simone Steinhardt sagt

        Ah ok, jetzt habe ich auch den Rest deines Kommentars gelesen. Das ist natürlich schade, dass du bei Onkel Johnnys nicht so gute Erfahrungen gemacht hast. Würde ich aber immer, gerade wenn es um Preise geht, direkt ansprechen! Viele Grüße Simone

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