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Warum SUP cooler als Fitnessstudio ist

UP Sylt-Simone Steinhardt-Strand Sylt-Autorin Sylt

Morgens halb sieben auf Sylt: Die Frisur sitzt nicht, was auch ziemlich wurscht ist, dafür stehe ich auf meinem Board und genieße jeden Paddelschlag, das leise plätschern, wenn das Board durch das Wasser gleitet. Obwohl ich kein Morgenmensch bin. Aus dem Bett direkt aufs SUP-Board fallen flasht einfach mehr als stickige Studioluft und gelangweilte Trainer.

Es geht nicht darum, Fitnessstudios schlecht zu machen, aber im Laufe eines sportlichen Lebens macht man so seine Erfahrungen. Natürlich muss jeder selbst für sich entscheiden, wie er sich am liebsten fit hält – oder auch nicht. Ich persönlich bin generell am liebsten draußen. Seit ich auf Sylt lebe, habe ich das Stand-up-Paddeln für mich entdeckt. Warum ich lieber auf dem Board stehe als im Fitnessstudio zu trainieren, hat verschiedene Gründe.

  1. Der Fitnessfaktor
Simone Steinhardt-Sylt-Standuppaddle Sylt-SUP Sylt

Schattenspiele – die SUP-Saison kombiniere ich gerne mit ein paar Fotospielereien.

Simone Steinhardt Sylt-Journalistin Sylt-Autorin Sylt

In der Welle zu SUPen, ist für Balance und Muskeln anspruchsvoller. Deshalb wird das Training auch nie langweilig.

Standuppaddle-Simone Steinhardt-Sylt-SUP-Sylt und der Norden-Sylturlaub

Stand-up-Paddlen trainiert alle Muskeln und ist deshalb so effektiv.

Simone Steinhardt Sylt-Journalistin Sylt-SUP Sylt

Beim Wellenreiten sindMuskeln und Balance noch mehr gefordert als beim Paddeln auf Strecke.

Beim SUP tranierst du deinen ganzen Körper. Gerade am Anfang ist es ein bisschen wie auf einer Vibrationsplatte: Man muss permanent ausbalancieren. Deshalb wird beim SUP auch die Tiefenmuskulatur aktiviert. Anfangs kommt erst mal der dicke Muskelkater: Gar nicht unbedingt in den Armen, sondern den Beinen, dem Bauch, dem Rücken und den Schultern. Die Kraft holt man beim SUP aus dem Rumpf. Entsprechend effektiv wird diese Muskulatur durch regelmäßiges Paddeln gestärkt. Für mich persönlich tut SUP einfach mehr als das Training im Fitnessstudio. Vor einigen Jahren war es so, dass ich trotz morgendlichen Kursen und/oder Training im Studio nach einer halben Stunde am Schreibtisch wieder Rückenschmerzen hatte. Das ist inzwischen Gott sei Dank vorbei – solange ich regelmäßig aufs Board komme. Subjektiv betrachtet hat sich auch meine Muskulatur, vor allem an den Armen, Schultern und dem Rücken, positiv verändert. Das allerbeste aber ist: Ich muss mich nie, niemals, zum SUP aufraffen! Dazu macht es viel zuviel Spaß. Außerdem beanspruchst du den Körper immer wieder anders, je nachdem ob du Strecke paddelts oder Wellen surfst – was für die Balance und Muskulatur noch anspruchsvoller ist. Außerdem kannst du SUP gut mit anderen Übungen oder Sportarten kombinieren: Bei ruhigem Wasser bieten sich Yoga-Übungen auf dem Brett an. Zwischendurch schwimmen oder joggen – oder beides – liegt nahe, genau wie Stabi-Übungen am Strand mit dem eigenen Körpergewicht. Wer mag, nimmt sich ein Thera-Band mit und trainiert damit. Das kann man super den den Dünenaufgängen oder den Rettungsständen befestigen.

2. Das Naturerlebnis

SUP Sylt-Fitness Sylt-Hörnum

SUP in der Morgensonne ist ein besonderes Feeling.

Quallen auf Sylt-Simone Steinhardt-Hörnum

Schön anzusehen: die Kompassqualle unter Wasser.

Hörnum-Sylt-Simone Steinhardt-freie Journalistin

Badepause nach einer sportlichen Paddelstrecke.

SUP ist mehr als ein Sport. Es ist vor allem ein wunderbares Naturerlebnis – und dadurch immer wieder anders. Bei klarem Wasser kann man die über den Meeeresboden tanzenden Taschenkrebse beobachten. Oder die Quallen, die einfach schön anzuschauen sind. Auf der Ostseite in Hörnum paddele ich regelmäßig mit Seehunden – und auch das Hafenmaskotchen Willi durfte ich schon in freier Wildbahn beobachten. Ein absolutes Highlight aber ist, vom Brett aus Schweinswale zu beobachten. Einer war mal nur weniger Meter von mir entfernt – so ein Erlebnis vergisst du nie. Alles Gründe, die SUP so abwechslungsreich machen und dafür sorgen, dass sich das Ganze nicht nach einem „Muss“-Sport anfühlt – den „man“ halt meint wegen des vermeintlichen „Beachbodys“ machen zu müssen. Kleine Anmerkung am Rande: Dem Strand ist es wirklich vollkommen egal, in welcher Figur du aufschlägst!

3. Der Perspektivwechsel

Für mich ist Stand-up-Paddlen immer ein bisschen wie Sightsseing auf der eigenen Insel. Sylter Wahrzeichen wie den Hörnumer Leuchtturm oder den Hafen vom Wasser aus zu betrachten – so lernt man Sylt buchstäblich von einer anderen Seite kennen.

Wer jetzt auch Lust auf’s SUP bekommen hat: nur zu! Hier kommen noch ein paar Tipps speziell für das Paddeln auf Sylt:

  • Auch wenn ihr vorher schon auf Seen oder Flüssen gepaddelt seid: Die Nordsee ist was anderes. Informiert euch auf jeden Fall über den Spot, Strömungen und Gefahren im Wasser, wie z.B. Buhnen. Vor allem die dort entstehenden Trecker-Strömungen sind tückisch, also haltet euch von den Buhnen generell fern.
  • Wer noch nie auf meinem Board gestanden hat, sollte entweder einen Einsteiger-Kurs machen oder sich zumindest von einem Instructor einmal die Grundlagen erklären lassen: Wie handhabt man Paddel und Board, wie verhält man sich auf dem Wasser?
  • Denkt an Sonnenschutz und ggf. eine Kopfbedeckung, besonders bei warmen Temperaturen und starker Sonneneintrahlung.
  • Überschätzt eure Kräfte nicht. Denkt bei Strecken daran: Ihr müsst es auch wieder zurück schaffen.
  • Als Anfänger solltet ihr auf keinen Fall allein einfach so lospaddeln. Auch auf der vermeintlich ruhigen Ostseite wie in Hörnum kann die Strömung Richtung Inselende, der Hörnum Odde, sehr stark werden. Haltet euch am besten davon fern. Ein gesunder Respekt vor der Naturgewalt „Meer“ ist das A&O!

Weiterführende Links – hier könnt ihr Kurse machen und/oder Material ausleihen:

Südkap Surfing Hörnum
https://www.suedkap-surfing.de/

Speziell für Kids und Jugendliche:
Inselkind Ocean Camp Sylt
https://inselkind.com/ocean-camp/

Surfschule Westerland / Sunset Beach
https://www.sunsetbeach.de/

 

 

 

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