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Heuler Eddi: Gefunden auf Sylt – und dann?

Das Telefon klingelt. Am anderen Ende ist der Sylter Seehundjäger Thomas Diedrichsen. „Da liegen zwei am Strand Richtung Rantum“, sagt er. Die Rede ist von zwei Heulern. Ich hatte den Seehundjäger gebeten, mich bei einem Heulerfund zu informieren. Für eine Reportage will ich  den Weg eines Heulers vom Fund bis zur Auswilderung begleiten. Wenn es denn zur Auswilderung kommt. Thomas warnt mich vor: „Nicht alle Heuler, die wir finden, schaffen es.“ Es kommt vor, dass die Tiere in einem so schlechten Zustand sind, dass sie noch am Strand von ihrem Leid erlöst werden müssen. Als wir am Strand ankommen, gibt Thomas dahingehend schon mal Entwarnung. „Die sind beide kugelrund und wohlgenährt. Wahrscheinlich wurden sie bis vor etwa zwei Tagen noch gesäugt“, vermutet der Sylter. Ein guter Allgemeinzustand der Tiere ist entscheidend. Nur dann haben die Heuler die Chance, in der Seehundstation in Friedrichskoog aufgepäppelt und fit für die Auswilderung gemacht zu werden. „Man kann nicht jedem Tier helfen. Ziel ist es, so wenig Heuler wie möglich in die Aufzuchtstation zu bringen und auch möglichst keine …